Nachdem ich nun schon fast wieder urlaubsreif bin, hier ein kurzer Rückblick auf meinen Retrouvance Sommerurlaub. Ich werfe euch diesmal nicht einfach bloß die Comic-Brocken hin, sondern schreibe auch noch ein paar Sätze dazu.

Irgendwann vor ein paar Monaten, hat Steffi diesen Artikel in der SZ gelesen und mich überzeugen können, sowas als Plan für den Sommerurlaub zu versuchen. Körperliche Ertüchtigung im Herzen von wilder Natur ist für einen Bürohengst wie mich natürlich eine feine Sache. Ich war sofort Feuer und Flamme und habe laut “Mais oui!” gerufen.

Tatsächlich war unser Reiseziel dann ein klein wenig ab vom Schuss und tief in den Monts d’Ardeche . Dass Frankreich am Tag unserer Fahrt von der widerwärtigen canicule heimgesucht wurde – piece of cake (oder “pièce du biscuit”, wie der gemeine Franzose hier wohl sagen würde)! Und so quetschten wir unsere Siebenwandersachen in unser kleines, klimaanlagenfreies Autolein, tuckerten gemütlich die 800+ Kilometer hinunter ins bewaldete Franzosengebirge und ließen uns vom Surren der Grillen berieseln, als wir total zerkocht nach gefühlten drölf Stunden Fahrt dort ausstiegen. Weit entfernt von jeglicher Zivilisation a.k.a. Funknetzzelle waren wir mitten im Niemandsland gestrandet. Der Urlaub konnte beginnen!

Der Clou an unserem Trip: wir mussten jeweils nur unser Tagesgepäck im Rucksack mitnehmen. Sämtliche anderen Sachen, die man sonst so benötigen könnte (Aquarellfarben, Zeichenstifte, Zeichenblöcke, Staffelei – was man eben so in den Urlaub mitnimmt…), wurden uns bei der geführten Rundwanderung hinterhergefahren. Der Luxus des kleinen Mannes, sag ich euch.

Über etwaige Sprachbarrieren hatte ich mir im Vorfeld keine allzu großen Gedanken gemacht – je parle francais und damit basta! Dass mein eingestaubtes Schulbuchfranzösisch, das ich in den Jahren danach allerhöchstens durch sporadische (aber leider meistens gescheiterte) Übersetzungsversuche von Boulet Comics aufgefrischt habe zu schlecht für’s alltägliche Kommunizieren sein könnte, war mir einfach nicht in den Sinn gekommen. Mais c’est ca! Und so ergab sich daraus eben gezwungenermaßen folgende Situation: